Der Schriftsteller Jan Kuhlbrodt erhält dieses Jahr den Klopstock-Preis für neue Literatur und damit den mit 12.000 Euro dotierten Hauptpreis für sein Gesamtwerk.
Kuhlbrodts Literatur besticht durch beeindruckende stilistische Vielfalt und inhaltliche Tiefe. Als Lyriker und Prosaautor mit ostdeutschem Hintergrund setzt er sich seit Jahrzehnten intensiv mit gesellschaftlichen Themen auseinander und leistet tiefgehende Erinnerungsarbeit. Sein politisches Engagement zeigt sich sowohl in der Auseinandersetzung mit der Geschichte als auch im Einsatz für Inklusion und Teilhabe. Jan Kuhlbrodt gelingt es, existenzielle und gesellschaftliche Fragen literarisch zu reflektieren und neue Perspektiven zu eröffnen. Seine biografischen Erfahrungen verleihen seinen Texten Authentizität und emotionale Kraft. „Auf herausragende Weise verbindet Jan Kuhlbrodt gesellschaftspolitische Kritik mit poetischem Experiment und Wagnis“, so die Begründung der Jury.
Der mit 3.000 Euro dotierte Förderpreis geht an den Theologen und Lyriker Olaf Wisch mit seinem Werk „Maria nimmt Gestalt an“.
Der Lyriker, Theologe und Pfarrer verbindet in seinem Schaffen theologische Perspektiven mit literarischer Ausdruckskraft. Seine Gedichte zeichnen sich durch eine klare, oft an klassische Odenformen orientierte Sprache aus. Sie sind geprägt von dem Versuch, neue Perspektiven einzunehmen. „Es ist beeindruckend wie Olaf Wisch in „Maria nimmt Gestalt an“ auf überraschende Weise Tradition und Gegenwart verbindet, indem er Klopstocks Formen aufgreift und sie für eine heutige, persönliche Lyrik neu belebt. Für sein weiteres Schaffen wünsche ich Olaf Wisch alles Gute“, so Staats- und Kulturminister Rainer Robra.
Die feierliche Preisverleihung findet am 2. Juli 2026 – dem Geburtstag des Dichters – in der Welterbestadt Quedlinburg statt. Mehr dazu HIER.